Jeden Tag erlebe ich es wieder und wieder. Eine zweispurige Richtungsfahrbahn verengt sich auf eine Spur, sei es wegen einer Baustelle oder einfach dauerhaft.
Die Mehrheit der Autofahrer scheint noch nie etwas vom Einfädeln im Reissverschlussverfahren gehört zu haben. Bereits mehrere hundert Meter vor der Verengung der Straße wird geblinkt und versucht, auf die weiterführende Spur zu wechseln. Manch einer bleibt sogar panisch stehen bis ihn jemand rein lässt. Offenbar hat man Angst, am Ende der Spur stehen zu bleiben und nicht mehr Wechseln zu können.
Dabei entstehen unnötige Staus. Die Rechtslage ist eindeutig geregelt. Die Fahrspur ist bis zum Ende auszunutzen. Es ist also richtig, bis an das Hindernis oder die Verengung der Straße heran zu fahren. An der Stelle der Fahrbahnverengung soll jedes Fahrzeug auf der Hauptspur jeweils ein Fahrzeug von der endenden Spur vorlassen. Das ist das sogenannte Reissverschlussverfahren.
Leider sind es nicht nur die Autofahrer der endenden Spur, die einen Fehler machen indem sie viel zu früh die Spur wechseln wollen. Manch ein Fahrer auf der Hauptspur hat ebenfalls noch nie etwas vom Einfädeln im Reissverschlussverfahren gehört und lässt einfach niemanden vor.
Mein Signalruf an dieser Stelle geht an die Verkehrspolitik:
Betreibt mehr Aufklärung zum Thema Einfädeln im Reissverschlussverfahren und wir werden weniger Staus haben!
Euer Sig Nalruf
