Archiv für die Kategorie „Sicherheit“

Mann stelle sich einmal vor, ein Wohnhaus brennt.

Jemand setzt den Notruf ab. Die Feuerwehr kommt, rollt die Schläuche aus und fährt die Drehleiter aus und löscht – nicht.

Mit solch brisanter Situation müssen Hausbesitzer wohl künftig öfter rechnen. Zumindest dann wenn, wie derzeit der Trend voran schreitet, dass Gebäude mit einer Solaranlage oder Photovoltaikanlage auf dem Dach ausgestattet ist.

Ein Beispiel für diese Behauptung ist ein solches Feuer am 21. Februar 2010 in der Nähe von Leer. Dort war es zunächst zu einem kleinen Schwelbrand unter dem Dach eines Wohnhauses gekommen. Die Feuerwehr begann zunächst den Löschangriff, brach diesen aus Sicherheitsgründen aber schnell wieder ab.

Die Photovoltaikanlage lässt sich nicht vom Stromnetz abkuppeln. Jedes Modul produziert ständig bis zu 1.000 Volt. Über ein Kabel wird der Strom im oder am Gebäude zu einem Wechselrichter geleitet und in das öffentliche Netz eingespeist.

Bei jedem Haus und bei jeder Solaranlage oder Photovoltaikanlage laufen die Kabel an anderer Stelle. Und selbst wenn man die Verbindung an der Einspeisestelle kappt, produziert die Anlage weiterhin Strom. Durch direkten Kontakt oder durch Berührung mit Löschwasser besteht somit für die Feuerwehr Lebensgefahr.

Im genannten Beispielfall blieb der Feuerwehr keine andere Möglichkeit, als das Haus kontrolliert abbrennen zu lassen.

Die Solar-Industrie versucht derzeit eine Art Feuerwehr-Notschalter zu entwickeln, der die Anlage abschaltet.

Es ist nur eine Frage der Zeit bis Gebäudeversicherungen die Existenz einer Solaranlage oder Photovoltaikanlage als Gefahrenerhöhung in der Gebäudeversicherung entdecken und dafür entsprechende Zuschläge erheben werden.

Mein Signalruf geht an alle Hausbesitzer, die eine Solaranlage oder eine Photovoltaikanlage betreiben: Weist die örtliche Feuerwehr in Eure Anlage ein und übergebt ihr Pläne über den genauen Verlauf der Leitungen!

Euer Sig Nalruf

Das Drama von Winnenden ist vielen noch in Erinnerung. Ein Schüler hatte die Schule gestürmt und schwer bewaffnet Schlimmes angerichtet. Im Februar 2010 gab es erneut einen Fall wo ein Schüler einen Lehrer erstochen hat. In der Zwischenzeit gab es leider weitere vergleichbare Fälle.

Jedesmal nach einer solchen Tat schreien alle auf. Egal ob Politiker, Zeitungen oder Bürger – der Ruf nach mehr Sicherheit ertönt laut. Wenige Tage später spricht kaum noch jemand davon – bis zur nächsten Tat an einer Schule.

Es ist schwer, eine Schule vor solchen Taten zu schützen. Eventuell ist es sogar unmöglich. Selbst wenn es Zugangskontrollen wie an Flughäfen geben würde, potentielle Täter würden einen Weg finden, ihre Waffen in die Schulen zu bringen. Davon einmal abgesehen, lässt sich eine solche Kontrolle weder finanzieren noch praktizieren.

Bei den meisten der bisherigen solcher Taten in Schulen fällt eins auf: Es dauert zu lange bis die Polizei alarmiert wird. Der Grund ist naheliegend. Jüngere Kinder haben kein Handy, ältere Schüler und Lehrer haben ihr Handy im Unterricht ausgeschaltet und in der Tasche verstaut. Bis ein Handy aus der Tasche gekramt ist und dann eingeschaltet ist und auch noch ein Netz gefunden hat, vergeht wertvolle Zeit. Davon abgesehen ist schwer zu sagen, wie ein Täter reagiert wenn er bemerkt, dass jemand sein Telefon nutzen will, um die Polizei anzurufen. Vermutlich wird sich die Situation verschärfen und der Anrufer wird angegriffen.

Eine realistische und finanzierbare Lösung wäre eine halbautomatische Alarmierungseinrichtung. Dabei ist jeder Raum mit einem Überfall-Schalter ausgestattet. Ob der Schalter nun hinter einer dünnen, eindrückbaren Scheibe an der Wand ist, analog zu einem Feuermelder, oder ob er verdeckt unter dem Lehrertisch montiert ist, ähnlich wie ein Alarmtaster in einer Bank, sei dahingestellt.

Der Alarm müsste bei einer ständig besetzten Notrufleitstelle auflaufen, welche die Polizei alarmiert. Diese Vorgehensweise ist bei Banken und anderen sicherheitsintensiven Objekten schon heute gebräuchlich.

Da die meisten Schulen ohnehin schon mit einer Einbruchmeldeanlage ausgerüstet sind, ist die Investition überschaubar. Die meisten solcher Alarmanlagen sind mit einem Überfall-Taster und einem Wählgerät erweiterbar. Die einmalige Investition wird im vierstelligen Bereich liegen. Die Folgekosten für Wartung und Aufschaltung dürften sich monatlich im niedrig zweistelligen Bereich belaufen.

Eine Fortsetzung dieser Idee wäre ein sogenannter Tot-Mann-Warner.
Der Lehrer meldet sich mit einem Chip im Klassenraum an. Von diesem Moment an muss er in vorgegebenen Zeitabständen (meist etwa 5 Minuten) einmal durch Knopfdruck bestätigen, dass alles in Ordnung ist. Bleibt eine Bestätigung aus, wird Alarm ausgelöst.

Mein Signalruf lautet: Überfall-Taster an Schulen – eine Investition in die Sicherheit unserer Kinder.

Euer Sig Nalruf