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Gerade ist das neue und vermutlich letzte Album der Kultgruppe Scorpions in den Handel gekommen.

Sting in the tail

heißt es. Songs wie let´s rock, wave on rock, rockzone´s und spirit of rock machen deutlich, dass es in diesem Album richtig rocken soll. Die Hannoveraner Band will offenbar mit dem Abschiedswerk nochmal richtig zeigen, dass sie eine Rockband ist. Und falls irgendwer die Message noch nicht verstanden hat – auf der Rückseite des Covers steht nochmal ganz deutlich it rock´s.

Offenbar wollen die Scorpions mit einem starken Album einen deutlichen Schlussakord setzen und als Rocker in die Geschichte eingehen. Einige Mitglieder der Scorpions sind bereits über 60 Jahre alt. Sie wollen offenbar die Bühne voller Ruhm verlassen bevor sie auf der Bühne sterben oder eines Tages niemand mehr ihre Musik hören will.

Das düstere CD-Cover lässt an Friedhof denken, doch Grabgesang gibt es in dem Album nicht. Loreley sorgt dafür, dass auch die klassischen Balladen nicht fehlen.

The good die young lässt sogar etwas über das Thema Krieg nachdenken. Das Lied handelt von einem jungen Soldaten, der sich verpflichtet hat aber gar nicht weiß warum und wofür er kämpfen soll.

Sting in the tail ist wohl das letzte Studio-Album der Scorpions. Es unterstreicht den Anspruch der Scorpions, die einzige deutsche Band auf ganz großer internationaler Bühne zu sein.

 

Das Lied 99 Luftballons von NENA kennt wohl so ziemlich jeder. War es doch erst in den 80er Jahren ein Welthit und fand es Anfang dieses Jahrtausends noch einmal einen zweiten Erfolgt durch das Cover seiner selbst.

99 Luftballons

Gedächniszitat:
Hast Du etwas Zeit für mich
singe ich ein Lied für Dich
von 99 Luftballons
auf ihrem Weg zum Horizont

Auf dieser Seite schreibe ich nun die passende Geschichte dazu nieder.
Ohne den Liedertext vorliegen zu haben, werde ich ihn an passender Stelle auszugsweise aus meinen Gedanken und Erinnerungen zitieren. Mögliche Fehler bitte ich zu entschuldigen.
Soweit ich mich in das Urheberrecht eingelesen habe, ist gegen die Gedächniszitate wohl nichts einzuwenden. Sollte ich mich darin irren, bitte ich um entsprechende Information. Ich werde dann umgehend reagieren.

Gedächniszitat:
99 Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont

HAMBURG, EIN PRIVATER GARTEN, SOMMER, SAMSTAG, 18.00 UHR

"Kinder! Kommt mal alle her! Ich habe noch eine Überraschung für Euch!" Friedrichs Mutter rief die Horde Kinder herbei.

Friedrich hatte Geburtstag und war heute neun Jahre alt geworden. Den ganzen Nachmittag über hatte er mit seinen Freunden im Garten des großen Anwesens gespielt. Sie hatten verstecken gespielt, auf dem großen Trampolin gehüpft und sich mit dem Gartenschlauch nass gespritzt. Bei dem schönen Wetter war das kein Problem. Friedrich und seine neun Freunde die er heute einladen durfte machten allerdings einen ganz schönen Krach. Beinahe hätten sie den Ruf der Mutter überhört. Allerdings war nicht zu übersehen, was Friedrichs Mutter in der Hand hielt.

"Bevor wir nach diesem schönen Tag nun gemeinsam zu Abend essen, darf jeder von Euch Kindern den Himmel bunt machen" sagt sie lachend.

Sie hatte dafür extra mit Helium gefüllte Luftballons liefern lassen. Die Luftballons in den Himmel aufsteigen zu lassen würde sicher ein unvergessliches Bild geben an das sich Friedrich noch lange erinnern würde. Und weil Friedrich heute neun Jahre alt wurde, durfte jedes Kind auch neun Luftballons steigen lassen.

Friedrichs Mutter hatte sich vorher extra erkundigt, ab einer Menge von 100 Luftballons brauchte man eine Genehmigung. Schließlich könnte der Luftverkehr von den Fliegenden Ballons beeinträchtigt werden.

Ein paar Momente später ließen neun junge Geburtstagsgäste und eine Mutter jeweils neun bunte Luftballons zum Himmel aufsteigen. "Ich wünsche mir was", sagte Friedrich. Er schloss die Augen, wünschte sich etwas und ließ nun auch seine neun Luftballons aufsteigen.

Insgesamt 99 Luftballons sah man langsam am Horizont kleiner werden.

 Gedächniszitat:
hielt man für UFO´s aus dem All

NORDHOLZ, MARINEFLUGGESCHWADER 3, AIRBASE-TOWER, 18.09 Uhr

Andreas T. war seit drei Jahren ziviler Angestellter auf dem Fliegerhorst in Nordholz. Heute wollte er pünktlich Feierabend machen und hoffte, dass seine Ablösung pünktlich sein würde. In einer viertel Stunde sollte es soweit sein.

Andreas hatte einen anstrengenden Tag hinter sich. Am Vormittag gab es eine Luftnotlage in seinem Zuständigkeitsbereich. Eine Transall hatte im Landeanflug festgestellt, dass sich das Fahrwerk nicht ausfahren ließ. Die Sache war glücklich ausgegangen. Beim Überflug der Maschine über den Tower konnte man erkennen, dass das Fahrwerk draußen war. Lediglich der Bordcomputer hatte sich geirrt und den Alarm gegeben. Am Nachmittag dann gab es eine anstrengende Lagebesprechung für den bevorstehenden Tag der offenen Tür bei dem 10.000 Besucher erwartet würden.

Jetzt blickte Andreas auf seinen Bildschirm. Da gab es etwas, was dort nicht hätte sein sollen. Auf dem Radarbild war eine merkwürdige Erscheinung zu sehen, die sich langsam vorwärts bewegt. Andreas trat der Schweiß auf die Stirn als er den Hörer des Telefons in die Hand nahm. "Herr General, vermutlich ein oder mehrere nicht identifizierte Flugobjekte auf dem Radarschirm…". 

Gedächniszitat:
drum schickte ein General
eine Fliegerstaffel hinterher
Alarm zu geben wenn es so wäre
 

Es war 18.16 Uhr als die Tür im Aufenthaltsraum der Piloten kräftig aufgestoßen wurde.
In den Raum trat ein großer, dominant wirkender Mann. Seine Uniform hätte jedem Soldaten sofort verraten, dass es ein General war, der hier den Raum betrat, hätten sie ihn nicht eh alle nur zu gut gekannt. "Es gibt Arbeit, Männer! Unbekannte Flugobjekte in unserem Luftraum." Lachend und mit einem ironischen Unterton fügte der General hinzu: "Seht mal nach was da oben los ist. Vielleicht haben wir ja Besuch aus dem All. Seit Monaten haben wir nur eingeschränkte Starterlaubnis weil die Kassen knapp sind. Ich werde diesen Alarm dazu nutzen, Euch allen mal wieder Gelegenheit zu geben, euch richtig auszutoben. Es starten alle 99 Kampfjets die wir hier haben. Auf geht´s!".

99 Kampfpiloten jubelten freudig und eilten dann los. Sie sprangen in Ihre Montur und liefen zum Hangar. Monteure und Wartungspersonal waren schon dabei, die kleinen wendigen Kampfjets aus dem Hangar zu schieben. Kurze Zeit später heulten die Triebwerke auf. Immer zwei Düsenjäger starteten nebeneinander. Aus ihrem Heck sah man deutlich die Hitze aus dem Triebwerk kommen. Am Himmel formatierten sich nun 99 Düsenjäger, um dann gemeinsam Richtung Ziel abzudrehen.

 

Gedächniszitat:
Dabei stieß man am Horizont
auf 99 Luftballons

IRGENDWO IN DER NÄHE DER BUNDESGRENZE GEGEN 19.00 UHR

In großen Höhen herrschten kräftige Winde. Viel mehr als am Boden, wo schönes Wetter war. Die Luftballons waren schnell voran gekommen und flogen nun in Richtung Grenze.

"Team-Leader an Geschwader", funkte es durch den Äther. "UFO in Sicht bei ein Uhr. Staffel Alpha fliegt links vorbei. Staffel Beta fliegt rechts vorbei. In gleicher Höhe rollt Ihr Euch vorsichtshalber seitwärts vom Objekt weg. Der Rest fliegt mit mir unter dem Objekt durch und in einem Salto einmal drum herum."

Die Staffel tat es wie befohlen. Die Piloten waren angespannt. Wussten Sie doch nicht, was sie dort erwarten würde. Wenige Sekunden später waren die angekündigten Flugmanöver absolviert und die Anspannung verflog quasi buchstäblich als man erkannte, dass es sich bei den UFO´s um Luftballons handelt."

Gedächniszitat:
99 Düsenflieger
jeder war ein großer Krieger
hielten sich für Kapitän Kirk
das gab ein großes Feuerwerk

"Team-Leader an Geschwader. Selten so viele schöne Luftballons gesehen. Ha-Ha-Ha. Die Einladung zur Party nehmen wir gerne an. Kreisflug im Uhrzeigersinn, immer schön hinten anstellen und anvisieren."

"Der Leader ist ein Spaßvogel", dachten die meisten der Piloten. Sie folgten dem Befehl nur zu gerne. Jeder rechnete damit, dass er einmal zielen durfte und dann würde es sicher wieder nach Hause gehen. Die Luftballons würde man fliegen lassen. – Wer so dachte, der irrte.

"Beta 44 an Team-Leader", man hörte schon an dem Unterton des funkenden Piloten, dass nun irgendetwas spaßig Gemeintes folgen würde, was sicher keiner ernst nehmen brauchte. "Ziel erfasst, erbitte Feuererlaubnis, over – Ha-Ha-Ha."

Dann folgte der entscheidende Satz, der die Welt für immer verändern sollte.
"Team-Leader an Beta 44, Sie haben Feuererlaubnis, over."

Für einen Moment herrschte Funkstille. Alle Piloten des Geschwaders hatten mitgehört. Jeder dachte, dass der Geschwaderführer nun zu weit gehe mit dem lustig sein. Einen Feuerbefehl gibt man nicht mal so eben aus Spaß. Keiner wunderte sich als der angesprochene Pilot deshalb etwas zögernd und vorsichtig nachfragte: "Beta 44 an Team-Leader, Schluss mit Lustig, wir brechen ab und erbitten Heimflug antreten zu dürfen, over". "Team-Leader an Beta 44, meine Erlaubnis kommt einem Befehl gleich. Sie haben Feuerbefehl." Er fügte hinzu: "Team-Leader an alle, Feuerbefehl, over".

Die Piloten, eben noch zögerlich, fühlten sich nun wie im wilden Westen oder moderner gesagt wie im Film, wo jeder auf alles ballert, was sich bewegt. Kam eben noch die Bordkanone zum Einsatz, wurde gleich darauf schon Luft-Luft- und Luft-Boden-Geschosse abgefeuert, die im hellen Feuerball explodierten.

Keiner der 99 Kampfpiloten bemerkte, dass das Geschwader den deutschen Luftraum längst verlassen hatte…

Gedächniszitat:
die Nachbarn haben nichts gemacht
und fühlten sich gleich angemacht
dabei stieß man am Horizont
auf 99 Luftballons

NACHBARSTAAT ZU DEUTSCHLAND, VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM, 19.25 Uhr

"Sir, die Flugsicherung meldet zahlreiche Flugzeuge auf deutschem Hoheitsgebiet, schnelle Annäherung in unsere Richtung, keine Reaktion auf Verständigungsversuche." Der Soldat, der dem Verteidigungsminister die Nachricht überbrachte war aufgeregt. Die Entscheidung des Ministers kam zügig. "Schicken Sie zwei Aufklärer rauf, die sollen mal nachsehen, was da los ist."

Sechs Minuten später waren zwei unbewaffnete Aufklärungsflugzeuge in der Luft, Kurs auf die deutsche Fliegerstaffel. Deren Funkspruch klang über den Äther: "..Eagleeye one und eagleeye two Sichtkontakt zum Zielobjekt auf drei Uhr, schnell näherkommend.. Verdammt! Raketenwarnung! Die schießen auf …" dann wurde es stumm und das Radar zeigte nur noch die aus Deutschland kommenden Flugzeuge.

Gedächniszitat:
99 Kriegsminister
Streichholz und Benzinkanister
hielten sich für schlaue Leute
witterten schon fette Beute
hielten Krieg und wollten Macht
man wer hätte das gedacht
dass es einmal soweit kommt
wegen 99 Luftballons

 

TAGESPRESSE AM SONNTAG:

Deutschland schießt zwei unserer unbewaffneten Flugzeuge ab!
Reaktion aus Berlin bleibt aus.

 

TAGESPRESSE AM MONTAG:

Vergeltung!
Mehrere militärische Ziele in Deutschland zerstört.

 

TAGESPRESSE AM DIENSTAG:

Nato zerstritten!
Während einige Nato-Staaten sich auf die Seite Deutschlands stellen, sind andere bereit uns im Krieg gegen Deutschland zu verteidigen.

 

TAGESPRESSE AM MITTWOCH:

Erneut schwere Verluste auf beiden Seiten

 

TAGESPRESSE AM DONNERSTAG:

Weltkrieg!
Jetzt 99 Staaten am Kampfeinsatz beteiligt

 

Am Freitag gab es keine Tagespresse mehr.

 

Gedächniszitat:
99 Jahre Krieg
ließen keinen Platz für Sieger
Kriegsminister gibt´s nicht mehr
und auch keine Düsenflieger
heute ziehe ich meine Runden
sehe die Welt in Trümmern liegen
habe einen Luftballon gefunden
denke an Dich und lasse ihn fliegen.

 99 Jahre nach einem fröhlichen Kindergeburtstag lag Europa in Schutt und Asche.
Lange schon wusste keiner mehr warum und wofür überhaupt gekämpft worden war. Aus der Zeit des Kriegsausbruches gab es niemanden mehr, der noch lebte. Die Zivilisation war zusammengebrochen, es gab weder Waffen noch Armee die sie hätten bedienen können.

In einem rauchenden Trümmerhaufen hatte sich ein Luftballon verfangen…

 

Ich hoffe Euch gefällt diese kleine Geschichte und ich hoffe, dieser Signalruf von mir schreckt ein wenig ab vor Gedanken an Hass und Krieg.

Auf das ich Euch ein wenig nachdenklich gemacht habe.

Euer Sig Nalruf